Mehr Biodiversität durch Landschaftspflege

Die informativen Expert*innen-Vorträge der Tagung „Kulturlandschaft und Biodiversität“ können jederzeit über den Link www.naturpark-suedsteiermark.at/live abgerufen werden.

 

Die über 120 aktiven Teilnehmer*innen bzw. inzwischen über 670 User*innen, die die Onlinetagung „Kulturlandschaft und Biodiversität“ über YouTube verfolgt haben, um mehr Informationen zur Auswirkung von Landschaftspflege im Alpenraum zu erhalten, geben den Veranstaltern Recht. Das Thema Biodiversität durch Landschaftspflege nimmt neue Fahrt auf.

Regionsvorsitzender NR Bgm. Joachim Schnabel erhofft sich, dass durch die Gründung der ARGE „Landschaftspflege Südweststeiermark“ (Landwirtschaftskammern Deutschlandsberg und Leibnitz, Tourismusregionalverband Süd- und Weststeiermark, Berg- und Naturwacht, Maschinenring, Baubezirksleitung mit Natura 2000 und Bezirksnaturschutz, Regionalmanagement Südweststeiermark) ein wichtiger Schritt in Richtung der Installierung eines Landschaftspflegeverbandes für die Südweststeiermark gesetzt wurde. Er freut sich, dass im Zuge der Tagung viele neue Informationen für die zukünftige Umsetzung gewonnen werden konnten.

Umweltlandesrätin Mag.a Ursula Lackner betont, dass Blumenwiesen eine wesentliche Bereicherung für das Landschaftsbild in der Südweststeiermark sind. Vor allem sind sie aber Zentren des Biodiversitätserhalts, wenn man zum Beispiel an die Faustformel denkt „Zehn Insektenarten pro Pflanzenart in extensiv genutzten Heuwiesen“. Zusätzlich dienen Blumenwiesen als wichtige Trittsteinbiotope zur Vernetzung von größeren Biotopverbunden.

Viele ökologisch wertvollen Wiesenflächen können jedoch aus den derzeit bereits bestehenden Förderprogrammen nicht unterstützt werden, da entweder der landwirtschaftliche Betrieb zu klein ist oder die Wiese keinem landwirtschaftlichen Betrieb zugeordnet werden kann. Wenn kein wirtschaftlicher Nutzen gegeben ist, sind diese Wiesen in ihrer Existenz durch Verbrachung oder Verwaldung stark gefährdet. In der Südweststeiermark betrifft das insgesamt rund 800 Hektar, die in Zukunft über andere Wege erhalten werden müssen.

DIin Gabriele Obermayr vom Bundesministerium für Klimaschutz erwähnt in diesem Zusammenhang die bedeutende Rolle der Naturparke in der Umsetzung nationaler Biodiversitätsziele sowie den neu geschaffenen Biodiversitätsfonds der Bundesregierung und lobt das vorbildhafte Engagement in der Region.

Ein wichtiges Anliegen bekräftigt auch Naturpark-Obmann Bgm. Reinhold Höflechner: „Wichtig ist, dass die Wertschöpfung dieser ertragsarmen, aber wertvollen Wiesen gesteigert wird. In der Gemeinde Großklein wurde dazu ein Pilotprojekt zur Entwicklung von Pferdeheu von höchster Qualität gestartet.“

 

Sie möchten an einem Landschaftspflegeverband mitarbeiten oder suchen Pferdeheu?

  • Die Landschaftspflegearbeiten sollen durch landwirtschaftliche Fachkräfte aus der Region umgesetzt werden. Zusätzlich zum Netzwerk des Maschinenrings werden Landwirt*innen aus den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg gesucht, die Geräte und Kapazität haben, um in Zukunft Lohnarbeiten durchzuführen (Pflegearbeiten wie Mähen, Heupressen oder Transport).
  • Parallel werden Reitstallbesitzer*innen gesucht, die Interesse an hochqualitativen Heu aus der Südweststeiermark haben.

 

Bei Interesse schicken Sie bitte ihre Kontaktdaten an office@naturpark-suedsteiermark.at

ELER Naturschutzprojekt: „Nachhaltige Landschaftspflege in der Südweststeiermark

 

 

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