Unsere Biodiversitätssteckbriefe

Steckbrief – Haselmaus (Muscardinus avellanarius)

Falsche Maus und Langschläfer

Bei der Haselmaus handelt es sich nicht um eine Maus, sondern um einen Bilch (bzw. Schläfer oder Schlafmaus). Neben dem Winterschlaf unterscheidet sie sich von echten Mäusen durch einen buschigen Schwanz und eine hauptsächlich kletternde Lebensweise. Wer Haselmäuse finden will, sollte also nicht Käse am Boden verteilen, sondern einen Blick ins Wald- und Heckendickicht werfen. Dort bauen sie sich hübsche Nester aus kunstvoll verwebten Blättern und Gräsern.
Wie ihre…

Steckbrief – Blinschleiche (Anguis fragilis):


Keine Schlange und auch nicht blind! Die Blindschleiche, Lurch/Reptil des Jahres 2017
Die Blindschleiche wird oft durch ihr Aussehen und ihren irreführenden Namen völlig falsch eingeordnet. Aufgrund ihres langgezogenen Körpers wird die Blindschleiche häufig für eine kleine Schlange gehalten, jedoch gehört sie zur Familie der „Schleichen“ innerhalb der Klasse der Reptilien. Außerdem ist sie keineswegs blind, ihre gelbroten Augen sind sehtüchtig so wie bei allen Echsen, im Gegensatz zu den Schlangen hat…

Steckbrief – Flechten:


Flechten sind eine Besonderheit in der Natur, denn sie sind keine einheitlichen Organismen (sie sind keine Pflanzen), sondern sie bestehen aus einer Verbindung zwischen Pilz und einer oder mehrerer Photosynthese betreibender Partner. Das können Algen oder Cyanobakterien sein. Diese, Symbiose genannte Lebensgemeinschaft macht es den Flechten möglich, in extreme Gebiete vorzudringen in denen der Pilz oder die Alge alleine nicht überleben könnte. Die Pilzarten der Flechten würden ohne Partner in der Natur nicht…

Steckbrief – Juchtenkäfer:

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen von Österreich. Schätzungen gehen von bis zu 5000 Arten aus, bedingt durch das Zusammentreffen von Gehölzstrukturen und Grünland. Vor allem alte Bäume mit Baumhöhlen weisen eine hohe Biodiversität auf.
Ein Tier, das auf diesen Lebensraum angewiesen ist, ist der Juchtenkäfer. Dieser streng geschützte Käfer gehört mit seinen 4 cm zu den größten Insekten Österreichs. Als größter Vertreter der Rosenkäfer entspricht er nicht dem typischen Aussehen der meist…

Steckbrief – Steinkauz


Der deutsche Artname Steinkauz gibt auch Aufschluss darüber, dass diese Eulenart nicht nur Baumhöhlen, sondern auch in Stadeln, Kapellen und Weinkellern aus Stein brütet. Der lateinische Name Athene noctua (zu deutsch „nächtliche Athene“) gibt Hinweis auf dessen Bedeutung im antiken Griechenland. Dort galt der Steinkauz als Vogel der Weisheit und war Sinnbild der Göttin Athene. Die Redewendung „Eulen nach Athen tragen“ bezieht sich auf dessen Abbildung auf der antiken Drachme-Münze. Mit seinen ca….