Modellregion Naturpark

Naturparke sind  Modellregionen für nachhaltige Entwicklung und haben ein gemeinsames Leitziel:

Wir wollen unsere Kulturlandschaft „Schützen durch Nützen“.

Verfolgt wird dieses Ziel über unsere 4 Aufgaben-Säulen:

Erholung: Ziel ist es, dem Landschaftsschutzgebiet und dem Landschaftscharakter entsprechende, attraktive Erholungseinrichtungen anzubieten.

Regionalentwicklung: Ziel ist es, wichtige Impulse für eine regionale Entwicklung zu setzen, Wertschöpfung zu steigern und Lebensqualität zu sichern.

Bildung: Ziel ist es, durch interaktive Formen des Naturerlebens bzw. spezielle Angebote Natur, Kultur und deren Zusammenhänge erlebbar zu machen.

Schutz: Ziel ist es, den Naturraum durch nachhaltige Nutzung in seiner Vielfalt und Schönheit zu sichern und die Kulturlandschaft zu erhalten.

Das Hauptziel des Naturparks Südsteiermark ist, Strategien zur Erhaltung der kleinteiligen Kulturlandschaft zu entwickeln und umzusetzen. Angestrebt werden aktive Strategien, die der Region die Möglichkeit geben die Entwicklung der Kulturlandschaft zumindest bis zu einem gewissen Maß selbst zu bestimmen.

Das Grünland und andere Kulturlandschaftselemente wie z.B. Streuobstwiesen sind ein wesentlicher, landschaftsprägender Bestandteil der Kulturlandschaft im Naturpark Südsteiermark. Wiesen, Weiden und Streuobstwiesen übernehmen vielfältige Funktionen in der Kulturlandschaft:

•       Erhalt der Schutzfunktion für die Schutzgüter Wasser, Boden und Luft

•       Erhalt der ökologischen Funktion:  In der kleinteiligen, strukturreichen Kulturlandschaft des Naturparks Südsteirisches Weinland mit ihrem ständigen Wechsel von Äckern, Wiesen, Weiden, Weingärten, Gehölzen, Streuobstwiesen, Gewässern und den dadurch bedingten zahlreichen Übergangs- und Randstrukturen lebt eine große Zahl von Tier- und Pflanzenarten, die in einer wesentlich waldreicheren Landschaft nicht in dieser Vielfalt existieren könnten

•       Erhalt der Wohlfahrtsfunktion: Die Kulturlandschaft des südsteirischen Weinlandes verfügt über jene Landschaftsformen (ästhetische Qualität), die von fast allen Menschen als schön empfunden werden. Als solche stellt sie für die Bevölkerung ein wesentliches Identifikationsmerkmal dar und besitzt einen hohen Wert für die Naherholung.

•       Erhalt der Basis für ökonomische Nutzungen: Die ästhetische Qualität der Kulturlandschaft ist aber auch die Basis für touristische Nutzungen und den Verkauf von Produkten aus dem Naturpark.

•       Erhalt der Arbeitsplätze

•       Erhalt der bäuerlichen Wissens

•       Vorsorge  für  geänderte  ökonomischen  Rahmenbedingungen:  Mittlerweile   haben sehr viele erkannt, dass die aktuelle Form des Umganges mit der Landschaft, insbesondere die industrialisierte Landwirtschaft auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten sein wird.