Unsere Biodiversitätssteckbriefe

Steckbrief- Sortenvielfalt auf der Streuobstwiese

Der Streuobstbau ist eine modellhaft naturverträgliche Wirtschaftsweise und wird oft als Hochstamm- Obstbau ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel (Pestizide, Dünger) beschrieben. Neben der Eigenverwertung kommt in letzter Zeit der Streuobstvermarktung in Form von Tafelobst, Saft, Most, Schnaps und ähnlichem große Bedeutung zu. Grundlage sind insbesondere eine große Vielfalt (mehrere tausend) an vor allem Apfel- und Birnensorten, aber auch Kirschen, Walnüssen, Kastanien, Zwetschken Pfirsichen und vielem mehr. Allein die Apfelsortenvielfalt in Österreich wird auf über 3000…

Steckbrief- Springschwänze (Collembola)

Früher wurden die Springschwänze zu den Urinsekten gezählt, da sie noch keine Flügel besitzen und sich über zahlreiche Jugendstadien – ohne äußerliche Veränderung (bsp. im Gegensatz zum Schmetterling) – zum erwachsenen Tier (Imago) entwickelt. Neuerdings werden sie zu den Sechsfüßern gezählt. Die Körperlänge der meisten Arten beträgt 1-2 mm, in Ausnahmefällen fast 10 mm. Der Kopf trägt viergliedrige Antennen und anstatt von Facettenaugen finden sich Gruppen von bis zu acht Punktaugen an jeder Kopfseite….

Steckbrief – Tiere im Winter

Was tun wenn´s friert? – Tiere im Winter Strategien für schlechte Zeiten

Der Winterschlaf ist eine mögliche Strategie, um strenger Witterung und Nahrungsknappheit zu entgehen. Anstatt wie die Zugvögel abzuwandern, Futter zu deponieren oder sich ein dickes Fell anzulegen, verschlafen Winterschläfer einfach die kalte Jahreszeit und setzen alle Lebensfunktionen auf Sparflamme. Winterschläfer sind Fledermäuse, Siebenschläfer, Hamster, Haselmäuse und Murmeltiere. Sie senken ihre Körpertemperatur und alle Körperfunktionen drastisch ab.
Winterruhe ohne Absenkung der Körpertemperatur halten Dachs, Eichhörnchen, Waschbär und Braunbär….

Steckbrief – Mispel (Mespilus germanica):

Sag´ns bitte Hespel zu mir…

…und nicht Hundsarsch. Denn diese wenig schmeichelhafte Bezeichnung gehört genauso wie Drecksäcke oder Sperbl zu den Wortneuschöpfungen der jüngeren Vergangenheit. Die restliche Fülle an Regionalnamen, wie Hespel, Asperl oder Nesperl, gruppieren sich um das lateinische Original, Mespilus. So wurde nämlich der Mispelstrauch von den Römern genannt. Der Name ist aus dem Griechischen entlehnt, wo der Strauch mespilon und die Frucht mespile heißt. Sie wurde unter anderen von Theophrastos (371–287…

Steckbrief – Reptilien im Bioweingarten:


Das Vorkommen von Reptilien (Kriechtiere: Schleichen, Eidechsen, Schlangen) wird in erster Linie von klimatischen Faktoren und dem Vorhandensein ihrer bevorzugten Beutetiere bestimmt. Hinzu kommt noch – je nach Art – die Vorliebe von eher offenen oder eher stärker bewaldeten Bereichen. Ansonsten haben alle heimischen Reptilienarten die Vorliebe von Landschaftsstrukturen gemein, die sowohl Besonnung als auch Sichtschutz bieten. Vor allem Totholz, vermoderndes Pflanzenmaterial, Geröll und Gemäuer sowie Hecken und Waldränder mit Kraut- und Staudensaum…